Ratlos?

Der Aktienmarkt, liebe Leser, ist meiner Wahrnehmung nach, etwas irritierend … um nicht zu sagen irre. Einen Anteil daran werden die starken Kursbewegungen in den langfristigen Staatsanleihen haben, einen weiteren der Dollar, der nicht mehr steigt.

Daraus entwickeln sich verschiedene Fragen. Wird die europäische Wirtschaft, respektive die deutsche,  mit steigender Währung und höheren Zinsen gut leben? Kann sich die amerikanische bei niedrigerer Währung besser erholen, als man es bei anziehenden Zinsen erwarten möchte.

Die Verfallswoche ist vorbei, und die Anleger werden sich neu zusammenfinden.

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Gute Zeiten – schlechte Zeiten?

Es gibt mehr Anleger als man vermutet, die dem Markt nicht trauen, wenn er einzig und allein davon lebt, einem Glauben an statistische Durchschnittswerte Bestätigung zu geben.

Das kleine Zwischenhoch am vergangenen Donnerstag erfüllte gerade mal die 5-Tage-Regel; es wurde auch in Amerika sogleich zum Wochenschluss wieder abverkauft – komplett – das spricht natürlich Bände und fordert die FED heraus, wegen rückläufiger Löhne und Gehälter, die Zinsen auch in 2015 nicht anzuheben. Ob das in diesem Vorwahljahr zu außerordentlichen Aktiengewinnen führen kann? Der sechste Tag im neuen Jahr jedenfalls hatte die schlechteste von drei hier vorgestellten Varianten, obzwar punktgenau, gehandelt. Die Berichtsaison mit den Unternehmensergebnissen des Jahres 2014 beginnt, traditionsgemäß mit Alcoa, am Montagabend nach Börsenschluss.

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Einmal ausruhen, bitte!

Fast war am Freitag meine Prognose aufgegangen; es fehlten letztlich 24 Punkte, die Dax nicht mehr schaffen konnte. Auch die amerikanischen Indizes hatten genug, so dass Dax mit 8.810 Punkten die Börse zum Wochenende verließ.

Dax legte bis dahin eine ungewöhnlich große Strecke zurück! 500 Punkte in zwei Tagen ist eine grandiose Leistung! Davon wird er sich am Montag erholen wollen und etwas unentschieden, voraussichtlich zwischen der 8.749er und der 8.628 Barriere, mittig, einen neuen Anlauf suchen, um die 8.874 und die 8.885er Barriere zu überwinden. Das dürfte schwer werden und hinge davon ab, wie Amerika den Erfolg der vergangenen zwei Handeltage fortsetzen möchte. Eventuell schließt Dax den Montag als Inside-Day ab. Ein positiver Ausbruch am Dienstag könnte ihn bis zur Abwärtstrendlinie bei 8.994 führen. Damit wäre dann das Gap vom 10.Oktober geschlossen.

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Ein Steak zum Sonntag?

Wollen wir einen Bullen schlachten, in Scheiben schneiden und ganz kurz grillen? Mit ein wenig Salat, wäre das  ein schmackhafter Ersatz für einen Sonntagsbraten und wäre wesentlich schneller den Gästen anzubieten.

‚Wie das?‘, werden Sie sagen, ‚ich bleib bei meinem Schweinerollbraten; der ist im Ofen und kurz davor gar zu werden!‘.

Nun, dann warten wir noch ein bisschen und lassen den Bullen ein paar Kilo schwerer mästen. Gut Ding will Weile haben. Derweil nutze ich die Zeit, um Ihnen darzulegen, dass rohe Kräfte walten könnten und  an unser schönes Bullentier vielleicht bald schon Hand anlegen möchten. Für uns blieben dann die Knochen, gut für eine dünne Suppe mit Grießklößchen.

Im Freitagsletter deutete ich an, dass Dax eine drohende SKS-Formation vermeiden müsste, um ein neues Allzeithoch zu erklimmen. Das möchte ich heute zum Thema machen, ohne dabei behaupten zu wollen, die Formation müsse sich auch realisieren. Die Sache ist aber diese: Zu charttechnischen Gründen lassen sich andere Betrachtungen hinzufügen, die nahelegen, dass Sie es sich nicht allzu früh gemütlich machen sollten.

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Angst vor der eigenen Courage?

Ein bemerkenswerter Handelstag schloss die vergangene Woche ab!

Mit 9.721 hatte Dax den Widerstandsbereich und auch das Zischenhoch aus März überwunden, und schon ging es wieder bergab.

Bis zum Handelsschluss um 22.00Uhr kannten Dax und auch die amerikanischen Indizes nur eine Richtung: nach unten.

Da wird’s dem Anleger weh ums Herz, und auch die Analysten schwitzen. Was soll man von solchen Vorgängen halten, und wie sind sie einzuschätzen?

War es die beginnende Schwäche im Euro und Herrn Draghis Warnung, dass man einen praktikablen QE-Plan ausgearbeitet habe?

War es die Vorsicht, die oft zu Beginn einer neuen Berichtsaison zu verzeichnen ist?

Die Berichtsaison für das 1.Quartal startet in der kommenden Woche ab Dienstagabend.

Oder ist es gar das programmähnliche Verständnis, das die Märkte haben?

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…… Flaute …….

Dax schob sich zum Wochenschluss ganz vorsichtig in das obere rosa Kästchen. Mit 9.658 Punkten zum Schlusskurs um 22.Uhr konnte er sich knapp über der Barriere halten.

Eine Flaute setzte in der Minute des Schusskursfindung der europäischen Börsen um 17.35 Uhr ein, und ließ die sonst aufgeblasenen Segel hängen. Stattdessen stürmten die Börsianer in ein verlängertes Wochenende in den USA, um Georg Washington, dem ersten Präsidenten, zu gedenken und allen ehemaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten.

Dabei fiel mir auf, wie viele Feiertage in den USA dem nationalen Gedenken dienen, anders als in Europa, wo wir mit unseren Ruherhythmen der christlichen Tradition folgen, abgesehen von ein paar Streichungen, wie z.B. dem Reformationstag für protestantische Glaubensrichtungen.

Ganz nebenbei bemerkt, ein herber Verlust in meinen Augen, brachte doch der Tag doch immer ins Bewußtsein, wie sich weltverändernde Dinge anbahnen, so z.B. mit einer frühen Form der Interneterfindung durch Gutenberg. Mit der Erfindung des Buchdrucks und seiner ersten massenweisen Anwendung durch Luther, wurde nicht nur der päpstliche Impact gebrochen, sondern auch Wissen mit erhöhter Geschwindigkeit transportiert. Die Erfindung unterstützte weltweit die Gründung von Universitäten außerhalb der religiösen Sphären. Infolge hielt die Vernunft (raison) Einkehr im Europa. Ein Gut das wir längst verloren haben, wer weiß durch welche Machenschaften. Das Wort ist den meisten Leuten heute inhaltlich nicht mehr zugänglich.  Es wird ersetzt durch das Wort „rational“, was aber nicht den gleichen Inhalt hat. Nicht alles, was rational richtig erscheint mag auch vernünftig sein. Der Begriff der Vernunft ist gekennzeichnet durch eine biologisch orientierte Logik. Das war’s, was ihn so erfolgreich machte.

Wer sich mit Börse beschäftigt hat automatisch Teil an der amerikanischen Kultur, die alles Machbare für möglich hält. Dennoch darf man Vernunft walten lassen und eine Ruhepause einlegen.

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Die Handelsumsätze werden am Montag gering bleiben, was besonderen Interessenten eine Möglichkeit bietet, auf Kurse auch Einfluss zu nehmen.

Die Lage:

Das Chartbild im Dax ist ungewöhnlich. Die fallende 20-Tagelinie über der 50er hätte, mit den inzwischen deutlich darüberliegenden Kursen, längst zur Umkehr gezwungen werden sollen. Fast 600 Punkte Gewinn haben dafür nicht ausgereicht, und RSI ist fast schon am überkauften Bereich angekommen.

Etwas ungemütlich im Bullenlager, was Dax durch seiner Kerze mit fast gleicher Länge von Docht und Lunte auch anzeigen möchte.

Der Index hat nun die Wahl, die 20 Tagelinie  aufzusuchen – bzw. ihre Nähe – oder  an der 9.656er Barriere etwas seitwärts zu laufen, mit Kursen zwischen 9.570 und 9.684 / 9.702  und 9.728.

Suchte er die 20 Tagelinie auf, würde es wohlmöglich langsam gefährlich werden, denn noch am Freitag war der 20-Tagedurchschnitt um 4 Punkte gegenüber dem Vortag gesunken, so dass es, bei einer Entfernung zwischen 20- und 50-Tagelinie von derzeit gut 42 Punkten, auch rasch zu einem kleinen Verkaufssignal kommen könnte.

Wer möchte das schon haben in einem Bullenmarkt?

Daher wird Dax vielleicht bemüht sein, das erreichte Niveau zu halten und eventuell noch leicht zu verbessern. Dann könnte er bis zum Ende der kommenden Handelswoche entlang der roten Aufwärtslinie, die morgen bei 9.702 notiert, versuchen voranzukommen, mit der Hoffnung, dass die 20-Tagelinie dies auch honoriert. Er braucht ihre Unterstützung, will er bis 10.000 kommen, denn das Bollingerband kann sich nun erst bei steigender 20-Tageline wieder nach oben öffnen.

Das ist die Lage charttechnisch betrachtet.

 

Betrachtet man den Marktzustand im Bullish Percent Index der amerikanischen Börsen, sieht es ebenfalls recht merkwürdig aus. Trotz der starken Kursanstiege ist es nur teilweise zu einem Umschwung der Signale gekommen.

Die Lage im Dow hat sich vom Staus  „bear confirmed“ immerhin in den Status „bear correction“ erhoben.

 

Selbst Nasdaq, trotz neuen Zwischenhochs, konnte nicht mehr bewerkstelligen. Ein Kaufsignal ist noch weit.

 

 

 

Wie alle an der New York Stock Exchange notierenden Aktien, bleibt S&P im Status „bear confirmed“, wenn auch leicht erholt.

 

 

 

 

 

 

Dow Transportation generiert gerade ein kleines Verkaufssignal.

Mit  einem halben Punkt liegt die 20-Tagelinie unter der 50er.

…..Es wird sehr spannend, ob Transportation mit seinen Kursen oberhalb des Signals wird weiter kommen können!

 

 

 

 

Egal, was man Ihnen erzählt, bleiben Sie gegenwärtig! Die Situation kann sich angesichts dieser Zeichen sehr schnell ins Negative auflösen, und Sie würden wohlmöglich unversehens auf dem falschen Fuß erwischt werden.

Euro bleibt  eher bullish, könnte jedoch zu einer Seitwärtsphase neigen. Unter diesem Aspekt betrachtet, würden Gold und Silber nicht wesentlich weiter kommen.

 

 

 

 

 

 

Der Rohstoffindex, CRB, ist an einem Widerstand angekommen.

Der Shoting Star, die Tageskerze am vergangenen Mittwoch, spricht Bände. Eventuell könnte CRB, den Ausbruch aus dem Abwärtstrend noch einmal von oben testen. Dies bliebe nicht ohne Auswirkungen auf Euro im Verhältnis zum Dollar.

 

 

Die chinesischen Indizes haben die erste Handelswoche im neuen Lebensjahr gut überstanden. Sie stehen jetzt vor der Herausforderung einiger Widerstände.

 

 

 

Genauso geht es Nikkei; will er die 200-Tagelinie zurückerobern, muss er etwas mehr Gas geben . Der Weg nach unten ist bereits durch das Bollingerband freigegeben.

Entwarnung sieht anders aus!

 

 

 

 

 

Aufmerksamkeitslinie:

Dax verläßt am Freitagabend mit 9.658 Punkten den Handel sehr knapp im Aufwärtsmodus.

Die Beschleunigung hat nachgelassen, so dass meine Aufmerksamkeitslinie droht, ihn überholen zu wollen. Sie verläuft am Montag bei 9.653 Punkten.

Kann Dax sich am Montag nicht im oberen rosa Kästchen halten, und fällt er unter die Aufmerksamkeitslinie, könnte er sich auf den Weg bis  9.590 und 9.570 machen. Kann die Korrekturlinie aus 2012 ihm dort keinen Halt bieten, wird er 9.551 und die Barriere bei 9.535 anlaufen wollen.

Bei geringen Umsätzen, erwarte ich, dass man  versucht, Dax etwas höher zu schieben, so dass mit Kursen oberhalb der Aufmerksamkeitslinie auch ein neues Zwischenhoch bei 9.684 und 9.702 möglich werden könnten.

Passen Sie gut auf sich auf oder genießen Sie lieber die ersten Vorfrühlingstrahlen.

Gesundheit und Wohlbefinden

 

 

 

 

 

 

Ein Marktbewegungsuntersuchungsbericht

Ha, ich liebe die deutsche Sprache, auch wenn ich beim Schreiben, hier und da, meine leicht legasthenischen Züge erkennen lasse. Ich liebe die Sprache besonders deshalb, weil sie in der Lage ist, mit einem einzigen Wort eine Sache detailliert zu beschreiben und dabei auch manchmal erfinderisch ist.

Am besten hatte mir damals in zarten Alter von neun Jahren, der von Astrid Lindgren erfundene Begriff des Drehumdiebolzeningenieurs gefallen. Ein Berufszweig der heute hoch aktuell ist, befasst er sich doch mit der Frage, wie man Berg- und Talfahrt so miteinander verknüpfen könnte, dass daraus eine angenehme und leichte Reise wird.

Auch wenn ich so heiter beginne, weiß ich noch nicht, ob es für Sie lohnend wird,  Ihre Zeit etwas verschwenderisch zu verwalten.

Wer weiß, ob Sie am Ende  ein Marktbewegungsuntersuchungsberichtsergebnis finden werden.

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Wird jetzt alles gut?

Ein wohlgestimmter Tag mit einer kleinen Katastrophe zwischendurch – Börse vom Feinsten.

Wenn Herr Draghi auftritt, wird es immer interessant. So entschied sich der Markt schon am Morgen für meine zweite Version, die ich genannte hatte …. die erste blieb aber noch im Kopf. Von dieser Unstimmigkeit sehen Sie nichts in diesem Chart, weil die Börse kurzzeitig aussetzte, als es mit der Nachricht zum Zinsentscheid massiv abwärts ging, jedenfalls in Dax-Future. Manche Kursindikationen hatten es dennoch erfaßt.

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…..es braut sich was zusammen?!

Ich hasse Seitwärtsphasen.

Besonders wenn man sie in Verbindung mit einem eindrucksvollen Gap betrachten muss. Weiß ich doch, dass ein Gap nicht einfach als zufälliges Ereignis zu lesen ist, sondern dass Erinnerungen, die Dax in seinem Hirn gespeichert hat, darin verborgen liegen.

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