Gute Zeiten – schlechte Zeiten?

Es gibt mehr Anleger als man vermutet, die dem Markt nicht trauen, wenn er einzig und allein davon lebt, einem Glauben an statistische Durchschnittswerte Bestätigung zu geben.

Das kleine Zwischenhoch am vergangenen Donnerstag erfüllte gerade mal die 5-Tage-Regel; es wurde auch in Amerika sogleich zum Wochenschluss wieder abverkauft – komplett – das spricht natürlich Bände und fordert die FED heraus, wegen rückläufiger Löhne und Gehälter, die Zinsen auch in 2015 nicht anzuheben. Ob das in diesem Vorwahljahr zu außerordentlichen Aktiengewinnen führen kann? Der sechste Tag im neuen Jahr jedenfalls hatte die schlechteste von drei hier vorgestellten Varianten, obzwar punktgenau, gehandelt. Die Berichtsaison mit den Unternehmensergebnissen des Jahres 2014 beginnt, traditionsgemäß mit Alcoa, am Montagabend nach Börsenschluss.

DAX Pro

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Häufig führen auch gute Unternehmensergebnisse im ersten Jahresviertel zu Gewinnmitnahmen. In einem Vorwahljahr sollten diese, statistisch gesehen, geringer ausfallen. So bleibt uns zunächst die Hoffnung erhalten, dass Dax einen neuen Angriff zur Überwindung der oberen Dreieckslinie, jetzt bei 9.833, startet.

 

 

 

Die amerikanische Börse gibt noch keinen Hinweis auf eine mögliche positive Wende. Nasdaq, als Vorläufer betrachte, schloss unterhalb der 20- und der 50-Tagelinie mit einem Kleinen Verkaufssignal im Chart.

 

 

Das passt auch ausgezeichnet zum Bullish Percent Index dieses Aktien-Indexes.

„Bear Confirmed“, dieser Status, er ist auch  in den anderen beiden, Dow und S&P500, vorzufinden, könnte Investoren zur Vorsicht und zu Gewinnmitnahmen anleiten. Gleichwohl hat sich das Sentiment Panic/Euphoria im Verhältnis zur Vorwoche ganz leicht erholt und notiert nicht mehr im negativen Bereich.

 

 

 

Weder über die weitere Entwicklung des Rubel, noch über das Verhältnis von Yuan zum USD Dollar lässt sich Genaueres sagen. Auffällig beim zuletzt genannten Währungspaar ist die anhaltende Volatilität im Vergleich zu früher. Das passt zum allgemeinen Währungskampf.

 

 

 

 

Öl nähert sich für beide Sorten langsam einem Gleichstand. Ich erwarte diesen im Bereich von 46 bis 47 US-Dollar. Sobald er erreicht ist, könnte sich der Öl-Markt etwas erholen,

so meine theoretische Annahme, die sich aus dem Auseinanderdriften des Preises ableitet, was, meines Wissens, keine in der Qualität des Öls begründete Ursache findet. Einen Gleichstand des Preises für beide Sorten gab es zuletzt im Jahr 2010.

 

 

Kann sich Öl preislich erholen, sollte auch Euro etwas anziehen. Wenn es so kommt, dürfte die europäische Währung bei  1,2170  und 1,225 auf ernstere Widerstände stoßen.

 

 

 

 

 

 

Eine Zwischenerholung oder gar Wende machte an dieser Stelle, charttechnisch betrachtet, Sinn.

Ein wiedererstarkender Euro hatte in der Vergangenheit stets dazu geführt, dass Dax in seiner Performance mit Nasdaq konkurrieren konnte und den amerikanischen Schnellläufer häufig auch outperformte.

Bei so vielen Interventionen der Notenbanken ist es  schwieriger geworden, vorausschauend zu entscheiden. Insofern sind Aktienanlagen gegenwärtig vielleicht risikoreicher als gewöhnlich, weil die Wechselwirkungen nicht mehr übersichtlich bleiben. Umso wichtiger könnte es werden, sich an starken Werten zu orientieren. Mit einer Untersuchung möchte ich Ihnen zeigen, dass wir solche nicht nur in Amerika finden, sonder auch im Dax. Allerdings ist diese zusätzliche Information nur gegen eine Gebühr abzurufen. Ich bin sicher, Sie haben dafür Verständnis. Finanzfreunde.net

 

Shanghai zeigte zum Wochenschluss erste Ermüdungserscheinungen…….

 

 

 

 

…… und auch Nikkei tut sich, ähnlich wie Dow mit der 18.000er Marke schwer. Auf seine Impuls müssen wir am Montag wegen eines Feiertages verzichten .

So werden wir die neue Woche mit gemischten Gefühlen betreten.

 

 

Aufmerksamkeitslinie:

Dax schloss am Freitagabend um 22.00Uhr mit 9.671 Punkten den Handel mit wenigen Punkten im Aufwärtsmodus. Ich habe nicht viel Grund anzunehmen, dass er den Aufwärtsmodus hält.

Meine Aufmerksamkeitslinie für Montag verläuft bei 9.667 Punkten. Das Gap über der 200-Tagelinie wurde am Freitag noch nicht geschlossen. Eventuell gilt es dieses nachzuholen. Dann fällt Dax bis 9.590 Punkte; dort testete er die 50-Tagelinie eventuell bis zur 9.574 Punktemarke. Kann er sich nicht erholen und auch nicht an der 200-Tagelinie bei 9.560, wird er wohl weiter fallen müssen, auch unter die 9.535er Barriere bis 9.504, 9,487, eventuell gar bis 9.460 und letztlich auch bis 9.452. Dort hätte er die untere Begrenzung der Dreieckskonstellation erreicht. Stärkere Unterstützungen wären tiefer erst wieder bei 9.399, 9380, 9,354 und 9.320 zu finden.

Es wäre nicht angenehm, wenn es so heiß herginge. Man darf aber nicht übersehen, dass die 20-Tagelinie recht stark fällt, nachdem sie ihre Tendenz, sich seitwärts zu richten, am Freitag wieder aufgeben musste. Das könnte auch  RSI überzeugen, seine Richtung zu verändern.  Bislang gibt das Bollingerband bis 9.380 nach unten Halt. Auch das könnte durch eine stärkere Abwärstbewegung nach unten geöffnet werden.  Infolge wäre es möglich, dass sich die starke grüne Tageskerze vom Donnerstag als so genannter ‚Fake‘ erwiese, wie er gelegentlich vor beschleunigten Abwärtsbewegungen auftritt.

Um diese negativen Aussichten zu verhindern, sollte sich Dax bemühen, möglichst rasch die Aufmerksamkeitslinie bei 9.667 Punkten anzusteuern und den Handel um 17.35 Uhr bei 9.725 Punkten schließen. Das wäre schön! Ich möchte es nicht ausschließen; wenn Dax beizeiten die Kurve nimmt, könnte es eintreten.

Gesundheit und Wohlbefinden

 

PS: Vergleichen Sie meine heutige zwiespältige Analyse mit meinem Jahresausblich 2015. Wenn Sie ihn noch nicht gelesen haben, finden Sie den Link direkt hier: forward-guidance-fuer-das-jahr-2015

 

 

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