Septembersonne

Es sind nur noch wenige Stunden, bis die Septembersonne das Herbstlicht ankündigt. Für viele Anleger ist dieser Monat mit Hoffnungen verbunden. Man möchte zu günstigen Kursen die beliebtesten Werte einsammeln können, wie reife Kartoffeln.  Ob der Monat das hält, was er durchschnittlich verspricht, nämlich größere Verluste erzeugen?

Einiges hatte – nicht ganz überraschend – der August schon vorweggenommen. Das Ausmaß allerdings war beunruhigend.

So wundert es nicht, dass das Sentiment Panic/Euphoria in den Panic-Modus rutscht.

marketSentiment

 

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Der Anfang vom Ende

Am Freitagabend im späten Handel hatte Dax noch meine Zielmarke bei 9.977 knapp erreicht. Es waren 9.978/9.980. Er schloss mit 10.036 Punkten um 22.00 Uhr im Abwärtsmodus.

Damit ist er bei weitem noch nicht zufrieden, sondern wird heute Morgen gleich weiter fallen. Meiner Chartanalyse gemäß wären wir gut beraten, wenn wir uns auf eine längere Periode fallender Kurse einrichten würden, die könnte ein oder anderthalb bis drei Jahre dauern. Sie könnte eventuell eingeleitet werden mit einer Erholung ab 9.399 Punkten, um von dort aus eine SKS auszubilden. Die 9.913 Kursmarke wird schon heute durchschlagen, so dass 9.656 unmittelbar vor der Tür stünden.

dax monat

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Der direkte Weg verläuft tief

Nun ist es passiert! Dax kehrte gestern in die alte blaue Flagge, die seit April des Jahres existiert, zurück.

Sie erkennen am heute gewählten größeren Chartausschnitt, dass, der Logik nach, das Kursziel 9.977 auf der Hand liegt. Natürlich lassen sich auch tiefere Kurse vermuten, wenn man den Ausbruchsversuch nach oben, nach unten verrechnet.

DAX Pro

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Signale und Fragen

Es ist wohl niemandem entgangen, dass Dax in einer komplexen Struktur handelt, besonders jetzt. Die letze Begrenzung, um diese zu überwinden, liegt heute an der grünen „Besten Linie“. Voraussichtlich bricht Dax sie in dieser Woche nicht und auch nicht die brauen Linie, vom Hoch im April kommend, die ich heute hinzugefügt habe.

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Gegenreaktion?

Das gesamte Tagespotential nach unten mitgenommen!

Dax schloss im späten Handel um 22.00Uhr mit 11.049 unterhalb der breiten Gap-Linie, die heute bei 11.052 Punkten notiert, im Abwärtsmodus. Das Tief im späten Handel lag bei 11.026 Punkten.

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Wiederholung

Seit vier Handelstagen kein Gap mehr gesehen? Die Erschöpfung zeitigt Spuren. Dax konnte die schwierige 11.780er Marke nicht überwinde und gab nach. Das führte ihn unter die 11.591er Barriere, die er mit letzter Kraft jeweils zum Handelsende zurückholen konnte, was im Prinzip Hoffnung macht. Es blieb aber letzten Endes eine Abwärtskerze mit tieferem Hoch und tieferem Tief im Tageschart. Grundsätzlich steht nun die ganze Strecke bis zur blauen Gap-Linie aus 2011 zur Debatte. Ein Wiedersehen mit der 20-Tagelinie wird kaum zu verhindern sein. Man wird sich überraschen lassen müssen.

Am Vorabend zu den Quartalszahlen von Apple und Microsoft war der gesamte amerikanische Markt doch schwach,  als hätte man’s geahnt, dass die nachbörsliche Reaktion auf die Zahlen von missmutigen Anlegern sprechen würde. Apple gab nachbörslich  an die 9% nach und Microsoft an die 4%.

Wird das ausreichend Kaufgrund bieten am heutigen Tag?

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Grüne Ampeln erwartet

Immer wenn ein Kursziel erreicht wurde, steht der Analyst vor der schwierigen Frage, welche der Möglichkeiten der Index wählen könnte, seinen Weg fortzusetzen. Auch für ein Börsenorakel fällt die Antwort nicht vom Himmel.

Nähern wir uns in kleinen Schritten einer, hoffentlich trefflichen, Antwort in die „richtige“ Richtung:

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Dynamische Fortsetzung möglich

Der Tageshandel gestern hatte sich wesentlich auf eine einzige Viertelstunde bezogen. Von der, vorbörslich in Wartehaltung, eingenommenen Kursmarke 11.262 um 8.45 Uhr sauste der Index bis zum ersten Kassakurs hoch auf 11.489 Punkte. Abgesehen von einer 50 Punkte Regression war es das für den Montag gewesen.

Das kleine Doji kann eine Trendfortsetzungskerze sein. Ein Gap-Up ist auch heute möglich, aber nur zwingend erforderlich, wenn die Optionshändler weiter mit Überraschungsangriffen in die Enge getrieben werden sollen. Dann könnte Dax um 9.00 Uhr auch oberhalb von 11.540 eröffnen.

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Die Phantasie ist an der Macht

Erinnern Sie sich. liebe Leser, wie es der deutschen Regierung Anfang der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts gelang, durch ein überdimensionale Kreditprogramm der Banken, riesige Summen von Geld in die deutsche Wirtschaft zu hebeln?  Die Kredite wurden vergeben an Unternehmen und Immoblienerwerber, die in den Neuen Bundesländern tätig wurden, gekoppelt an ein Steuerabschreibungsmodell von historischem Ausmaß. Dies – zusammen mit einem Solidaritätszuschlag, den jeder Bürger, der sein Einkommen versteuert, seien es nur Zinserträge, zusätzlich zahlt – hatten es der erweiterten Bundesrepublik ermöglicht, binnen zweier Jahrzehnte den abgewirtschafteten Teil seines Landes vollkommen zu verwandeln.

Theoretisch wäre es also möglich, dass aus dem ELA-Programm der EZB, wodurch die griechische Notenbank die Banken ihres Landes mit Geld versorgen konnte, Kredite an die Privatwirtschaft ausgekehrt wurden, mit denen in Kürze die Verbindlichkeiten des griechischen Staates an den IWF beglichen werden könnten. Der Weg führte über einfache Anleihen des griechischen Staates, in die genau diese Kredite (wenigstens ein Teil von denen) investiert werden könnten. Auf diese Weise sollte es Griechenland möglich werden alle Verbindlichkeiten an den IWF und die EZB bis zum Ende des Jahres zu begleichen. Schließlich hatten griechische Bürger oder Unternehmen in letzter Zeit täglich soviel Geld von Ihren Konten verschwinden lassen(1,6 Mrd), wie zum 30.Juni fällig werden (1,6 Mrd).

Yanis Varoufakis nach der Sitzung der Eurogruppe

|  ©AP Photo/Virginia Mayo öffentlich in der Zeit vom 28.Juni 2015

http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-06/griechenland-gipfel-eu-schuldenkrise-live

Ich will mich nicht an Herrn Varoufakis, auch nicht an seinen Strategiespielen messen, doch Griechenland kann rein juristisch offenbar nicht aus dem Euroraum geworfen werden. Damit das neue Griechenland des Herrn Varofakis funktioniert, müsste die EZB gezwungen werden, ELA weiter laufen zu lassen. sei es nur, um das Spiel – mittels neuer Jokerkarten, die man im Reisekoffer hat – noch spannender zu machen.

Wir werden sehen, was bis zum 30.Juni/01.Juli geschieht.

Dax hat auf seine Weise die Karten neu gemischt. Er hatte die 20-Tagelinie nicht mal angeschaut und durch ganz viel Können dafür gesorgt, dass sie sich zu Beginn der neuen Woche nun hebt, zwar geringfügig, doch könnte dies genügen, um alle ungeübten Marktteilnehmer zu Narren zu machen, so dass die Kurse eventuell kaum unter die 11.276 fallen, dort dann spontan die Richtung wechseln. Die 20-Tagelinie notierte am Freitag zum Kassa-Schluss bei 11.256 Punkten.

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Typisch Verfall – extremer Handel

Die Aufmerksamkeitslinie spielte während des gestrigen Handelstages eine zentrale Rolle. Dax erreichte unterhalb dieser etwa genauso viele Punkte wie oberhalb meiner Orientierungslinie.

Das eben Gesagte betrifft das Pflichtprogramm bis zum Schlusskurs des Kassa-Handels. In dieser Zeit handelte Dax in einer Spanne von 303 Punkten….. mehr als die Hälfte dieser Spanne, ca. 170 Punkte, legte er aber auch noch mal im späten Handel zu. Er überhandelte dabei knapp den Kreuzwiderstand an der 11.272er Kursmarke  und fiel zum Schluss, um 22.00 Uhr, zurück auf 11.138 Punkte.

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