Ganz heiß!

Die Freiheit habe ich mir genommen, den Abwärtstrend etwas zu verlagern. Das hat verschiedene Gründe:

1.) Der Schlusskurs oberhalb der 20-Tagelinie konnte am Freitag nicht bestätigt werden.

2.) Das Sentiment Panic/Euphoria steigt nicht, obwohl die amerikanischen Indizes sich in der vergangenen Woche ordentlich erholt hatten (siehe reche Spalte).

3.) Der Bullish Percent Index der NYSE verharrt im Status ‚Bear Confirmed‘ und spiegelt gleichfalls die Erholung nicht wieder.

4.) Der Stresstest, kontrolliert und ausgearbeitet von der EZB,   wurde von den meisten europäischen Banken bestanden. Ein herber Einschlag würde das System nicht ins Wanken bringen – theoretisch gesehen.

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DAX Pro

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Dax könnte einen praktischen Test an der violett gestrichelten Beschleunigungslinie, die Montag an der 9.021 Barriere verläuft, mit seiner Inside-Kerze vom Freitag beginnen. Folgt der Ausbruch nicht nach oben, dann ……was passiert dann?

Der Kursverlauf der vergangenen Woche bietet eine neu Systematik für das Verständnis der großen Seitwärtsbewegung seit Beginn des Jahres an. Darin wird die Auffassung, dass der Widerstand am Zwischenhoch vom Donnerstag, ein ziemliches Gewicht haben könnte, bestärkt. Kann Dax die kleine Inside-Kerze vom Freitag nicht für einen Ausbruch nach oben nutzen und dadurch diesen Widerstand überwinden, werden ihm vielleicht die Knie weich, und er muss sich weiter in die Tiefe beugen.

Um im Bild zu bleiben:

Die ‚Beschleunigungslinie‘ könnte erneut zum Zuge kommen und die Kurse unter die schwarz gepunktete ‚Katastrophenlinie‘ treiben, d.h. unterhalb der 8.507er Barrriere für einen neuen Kurssturz sorgen, der, angelehnt an die neue Systematik, bei 8.256 Punkten enden könnte, eventuell sich auch fortsetzt bis unter die 8.235er und 8.114er Barriere und zu einer einschlägigen Kursmarke des Sommers 2013 bei 8.080 Punkten führen möchte. Damit wären zwei Gaps aus der langen Aufwärtsreihe geschlossen. Drei wären aus dieser Serie – incl. des Draghi  Bullish Island Reversal vom 29.Juni 2012 – dann noch offen. Das Hoch des Jahres 2007 wäre allerdings schon unterschritten, und ein großes Expanding Triangle aktiviert.

Ich will mich nicht darauf versteifen, dass es so kommt, denn schließlich könnte am Montag ein Ausbruch nach oben folgen, der sich nicht als Fehlausbruch erweist, und schon wäre die kritische Situation geheilt…. zumindest hinausgeschoben – bis sich zeigt, wie sich Dax an den zahlreichen Widerständen um die 9.142er Barriere herum verhalten möchte.

Ich verzichte auf einen Ausblick auf andere Indizes der Welt. Dax befindet sich offensichtlich in einer Sondersituation, die eine Vorreiterrolle spielen könnte.

Aufmerksamkeitslinie:

Dax schloss am Freitag um 22.00Uhr mit 9.021 Punkten genau an der Barriere und etwas oberhalb der 20-Tagelinie, die am Freitag bei 9.013 Punkten notierte, im Abwärtsmodus.

Meine Aufmerksamkeitslinie für den Handel am Montag verläuft bei 9.030 Punkten. Dax müsste sie überwinden und über 9.068 Punkte hinaus gelangen, um den Inside-Day vom Freitag für einen Ausbruch nach oben zu nutzen. Widerstände warteten dann bei 9.088, 9.120, 9.142, 9.150, 9.156, und 9.170.

Kann Dax die Aufmerksamkeitslinie nicht überwinden oder fällt er unter diese zurück, könnten Kurse unterhalb der 20-Tagelinie bis 8.885, 8.870 und 8.850 folgen. Fällt Dax tiefer, könnte daraus ein Angriff auf die „Katastrophenlinie“ werden, die unterhalb der 8.507er Barriere gebrochen würde. Wohl nicht gleich morgen.

 Gesundheit und Wohlbefinden

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