Gefährlich?

Je länger Dax hier oben nicht weiterkommt, desto gefährlicher erscheint mir die Situation!

Nach einem flauen Handel in einer Range von 50 Punkten schloss Dax heute im Xetra-Handel unterhalb der 20-Tagelinie. Eine Inside-Kerze kündigt einen Ausbruch an. Voraussichtlich – und eingeleitet durch dieses Ergebnis – wird er nach unten erfolgen. Vorsicht bleibt geboten!

Das Jubeltrauma  zur WM-Eröffnung sorgt seinerseits für die Isolation der möglichen Probleme. Gut so, man kann ohnehin keinen Einfluss darauf nehmen. Das Thema ‚Öl und Gas‘ gerät in die Nähe des Feuers, was Explosionsgefahren mit sich bringt. Wir stehen am Vortag des Sommeranfangs, bis der Winter kommt ist’s noch lang.

Ich widme mich der Charttechnik.  Anknüpfend an meinen Sonntagsletter will ich Ihnen heute den breiten Aufwärtstrend zeigen, in dem Dax sich seit  September 2011 bis zur 10.000 mauserte. Sie werden erkennen warum.

DAX Pro

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Meine vielen Untersuchungen zur Struktur, die sich im Dax durch Gaps ergeben, leiten mich bisweilen, so auch bei der Festlegung der Trendlinien in diesem Falle.

Der Trendkanal umfasst ca. 2.450 Punkte. Sein Steigungswinkel wird bestimmt vom Abstand eines Down-Gaps, mit dem der Crash 2011 eingeleitet wurde,  zu einem Up-Gap, das als Ausbruchsgap angesehen werden kann, mit dem das Erreichen der 10.000er Marke eingeleitet wurde.

Die Abstände der hier dargestellten Trendereignisse entsprechen – wen wundert’s – Fibonacci-Retracements.

In 2011 führte das Überhandeln der oberen Trendbegrenzung zu entsprechender und üblicher Reaktion. Gleiches zeichnet sich an der Begrenzung im Jahre 2014 ab. Das ist die Situation, in der wir stecken!

Sieht man sich die obere Begrenzungslinie etwas genauer an, stellt man fest, dass sie durch drei unterschiedliche Gaps führt. Zwei dieser Gaps können als Erschöpfungsgaps interpretierte werden. Das dritte Gap, bislang als Ausbruchsgap aufgefasst, könnte auch diesen Erschöpfungscharakter annehmen.

Wir dürfen nicht vergessen, dass Dax – incl. dieses Gaps und des Draghi-Gaps – sieben offene Gaps unter sich hat. Das ist aus historischer Warte sehr ungewöhnlich für Dax.

Ich kann einen  Einbruch der Börsen nach dem 13.Juli 2014 nicht ausschließen. Meine vormals positive Haltung ist inzwischen stark eingetrübt und von äußerster Vorsicht geprägt.  Dies würde beinhalten, dass sich Dax nicht mehr lange oberhalb der 9.849er Punktemarke bewegt. Durch den Verfallstermin am kommenden Freitag wird der Index vorläufig geschützt sein, was auch das Bollingerband signalisiert.

Aufmerksamkeitslinie:

Dax schloss um 22.Uhr den Handel mit 9.906 Punkten im Aufwärtsmodus.

Meine Aufmerksamkeitslinie für Dienstag befindet sich bei 9.886 Punkten. Aus dieser Warte scheint ein Ausbruch nach oben möglich, der mit Punkten über der Tageskerze vom Freitag bestätigt werden könnte ( 9.944) und vielleicht erst bei 9.972 auf Widerstand stieße.

Auf die andere Variante hatte der Xetra-Schlusskurs hingewiesen:

Kurse unterhalb von 9.886 könnten, wenn sie nicht bei 9.834 aufgefangen werden, auch unter 9.820 und 9.795 zur 9.777er Barriere führen.

Mehr Freude empfindet man gegenwärtig mit großer Wahrscheinlichkeit beim Fussballspiel!

Gesundheit und Wohlbefinden

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