Die große Zahl

Die Zahl hat ab Montag eine Stelle mehr. Ich muss mich beim Schreiben umgewöhnen. Den Chart allerdings musste ich mit einer Lupe durchsuchen! Um mehr zu erkennen, klicken sie am besten auf das Chartbild, damit es sich vergrößert.

Auch am Freitag fehlte Dax der Mut, über 10.000 Punkten den Kassamarkt zu schließen; 10.000,92 und Dax kehrte um. Ein Trick, damit die Shorties sich beruhigt ins Wochenende begeben?

Elf Minuten vor Handelsschluss, am späten Abend, kam die Überraschung, auf die der Geduldige gewartet hatte. Dax setzte zum Endspurt an und verließ um 22.00 Uhr mit 10.009  Punkten den Handel; Lang und Schwarz zeigte bis 23.00Uhr sogar 10.018 Punkte an.

DAX Pro

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Sie sehen wie gewohnt: In einer schwierigen Situation löst Dax seine Probleme mit einem Gap. Am Pfingstmontagmorgen wird der Handel vermutlich diesen Befund bestätigen und endlich zur nächsten Barriere bis 10.049 hinaufeilen. Das Gap wird, wie das Ausbruchsgap vom 26.Mai, wahrscheinlich für länger Zeit offen bleiben, so dass ein Rücklauf von der Barriere bis an die Grenze, das sind in diesem Fall 10.008/10.006 Punkte, führen könnte. Vielleicht wird der Bereich aber auch erst bei einem späteren Rücksetzte, von der 10.242 aus, getestet werden.

Charttechnisch kann man den Auslöser für die aufkommende Aktion in der Tageskerze vom Freitag finden. Ein Inside-Day ist es gewesen. Den Ausbruch erwarte ich nach oben, so dass Dax den Montag oberhalb von 10.013 beginnen könnte.

Meine Aufmerksamkeitslinie bei 9.959 sollte ihn nicht interessieren.

Das Tageshoch am Montag kann bis 10.060, überschießend eventuell bis 10.072 reichen, bei 10.054 könnte sich eventuell ein Widerstand bilden. Dies hinge mit einer übergeordneten Struktur zusammen, ähnlich wie zwischen der Barriere  9.913 und der 9.948er Kursmarke. Deshalb bin ich so gespannt auf diesen Kursbereich.

In der kommenden Woche, bis Freitag, kann Dax eventuell das Kursziel bei 10.242 erreichen und an 10.254 kurz anklopfen. Von dort aus könnte es dann zu einer leichten Korrektur kommen, um anschließend mit Richtung auf 10.335 zu drehen. Im großen Ganzen ergeben sich aus meiner Warte Kursziele bis 10.941 (sehr wahrscheinlich),  11.074 und 11.308. …..

Der kleine Frosch hält den Teich, in dem er quakt, für die ganze Welt. Deshalb schauen wir, wie immer, über den Rand hinaus.

Das Ausbruchsverhalten zur spätenStunde hat die amerikanischen Indizes über das Bollingerband getrieben.  Sie sehen im Vergleich zu den Kursen ab Mitte Dezember vergangenen Jahres, dass dies kein Hindernis sein muss, sondern ein Signal für einen Anstrum darstellen kann.

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Gleichgültig ob wir bei Dow eine inverse SKS vermuten, ein aufsteigendes oder gleichschenkliges Dreieck, die Kurse werden unweigerlich den 17.880er Bereich erreichen, jedenfalls haben diese Formationen eine hohe Prognosekraft und große Eintrittswahrscheinlichkeiten.

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Etwas zweifelhafter ist dieEntwicklung der Kurse bei Euro und daran gekoppelt, die Entwicklung der Edelmetallpreise.

Lange habe ich nicht mehr meinen distanzierten Blick auf Euro präsentiert. Beim letzten Male hatte ich auf die kritische Marke 1,36 /1,3580 hingewiesen. Am Tage des Zinsentscheids wurde diese Marke kurz bis 1,35 unterschritten. Euro beendete die Handelswoche mit einem Hammer und kehrte auf diese Weise in den kleinen Aufwärtstrendkanal, in dem er sich seit Juli 2012 befindet zurück. Nun könnte er wieder Anlauf nehmen auf den nach oben kritischen Bereich bis 1,389 und anschließend versuchen, oberhalb von 1,40 aus einer bearishen Verkeilung nach oben auszubrechen. Eine solche Entwicklung widerspräche sicherlich Herrn Draghis Ansinnen, was einen günstigen Eurokurs betrifft. Vor einiger Zeit hatte er dies als wünschenswert angepriesen.

Vielleicht werden wir so schnell nicht erkennen können, ob sein Vorhaben, den Eurobereich zu stärken, erreicht werden wird. Gold und Euro sind positiv korreliert.

Gold hatte mit einem Ausbruch nach unten ein erstes Abwärtsziel im Bereich 1.242 USD erreicht. Am Freitag kämpfte es darum, den Kursbereich um 1.252 USD zu verteidigen. Hier entscheidet sich die weitere Handelsrichtung:  Kann Gold weiter 1.252 verteidigen und 1.260 überwinden, könnte das edle Metall weiter bis 1.266 steigen und danach auch bis 1.273. Dies entspräche einem Pullback an die Ausbruchszone. Es könnte sogar bis 1.280/1.287 reichen. Kann Gold 1.252 nicht verteidigen, besteht weiteres Abwärtspotential. Ich habe das nächste Kursziel, nach Unterschreiten des Tiefs aus Juni vergangenen Jahres, bei 1.135 im Auge.

Zum Glück hatte CRB, der Rohstoff-Index, auf den schwächelnden Euro kaum reagiert. Wir können annehmen, dass er vorsichtig weiter aufwärts tendiert und von verbesserten Wirtschaftsaktivitäten in der Zukunft kündet.

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Auch Kupfer hatte sich zwischenzeitlich von seinen historischen Tiefständen erholt und tendiert jetzt dazu, eine Bullishe Dreiecksformation nach oben zu verlassen. Der Übertritt wurde noch nicht vollzogen. Das sind sehr zarte Anzeichen, die ich erkenne.

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China bemüht sich weiter, seine Währung billig zu halten und vielleicht noch billiger zu gestalten.

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HangSeng bliebt aber wackelig. Besorgniserregend finde ich den Handel in Shanghai und möchte deshalb darauf hinweisen. Dort sieht es nach großer Stille aus, vermutlich bei ganz geringem Handelsvolumen.

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Mit knapper Not kann der australische Index den Auswirkungen eines bearischen Keils entrinnen. Noch im April hatte ich auf die Bestätigung eines Ausbruchs nach oben gewartet.  Daraus war nichts geworden. Die Abhängigkeit vom asiatischen Markt spiegelt sich wieder. Nun sollte aber, mit zunehmender Stärke Japans, auch Australien profitieren.

Nikkei will den Anschluss nicht verpassen.

Ich schiele häufiger nach Asien, weil mir die ganze Situation mit Russland  – und den sich entwickelnden neuen Bezügen – nachgerade brisant erscheint!

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Bei aller Freude über 10.000 Punkte im Dax bleibt zu beachten, in wie weit die Kursfreude auf

Wirtschaftswachstumsaussichten beruht, oder ob nicht ganz wesentlich ein Misstrauen in Staatsanleihen die Märkte antreibt. Das natürlich spräche auch für den privaten Anleger eher für Aktienzukäufe, als für Gewinnmitnahmen.

Wir reiten scheint’s, wie Münchhausen einst, auf einer Kanonenkugel und hoffen auf diese Weise einfach ins feindliche Lager zu gelangen. Hinein kommen wir schon, aber auch wieder hinaus? Nicht immer sind die Umstände so günstig, wie zu Münchhausens Zeiten:

” Im gleichen Feldzug belagerten wir eine Stadt – ich habe vor lauter Belagerungen vergessen, welche Stadt es war -, und Marschall Münnich hätte gerne gewusst, wie es in der Festung stünde. Aber es war unmöglich, durch all die Vorposten, Gräben und spanischen Reiter hineinzugelangen. Vor lauter Mut und Diensteifer, und eigentlich etwas voreilig, stellte ich mich neben eine unserer größten Kanonen, die in die Stadt hineinschoss, und als sie wieder abgefeuert wurde, sprang ich im Hui auf die aus dem Rohr herauszischende Kugel! Ich wollte mitsamt der Kugel in die Festung hineinfliegen! Während des sausenden Flugs wuchsen allerdings meine Bedenken. Hinein kommst du leicht, dachte ich, aber wie kommst du wieder heraus? Man wird dich in deiner Uniform als Feind erkennen und an den nächsten Galgen hängen!

Diese Überlegungen machten mir sehr zu schaffen. Und als eine türkische Kanonenkugel, die auf unser Feldlager gemünzt, war, an mir vorüberflog, schwang ich mich auf sie hinüber und kam, wenn auch unverrichteter Sache, so doch gesund und munter wieder bei meinen Husaren an.”

Dreht der Markt eines Tages, weil die Handlungsrichtung sich ändert, gibt es enorme Steuereinnahmen aus den erzielten Gewinnen. Gottlob, einer wird gewinnen!

Einen schönen Pfingsttag wünsche ich Ihnen. Der Pfingstmontag ist ein arbeitnehmerfreundlicher Börsentag. Man kann von morgens bis abends daran teilnehmen.

Gesundheit und Wohlbefinden

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