Forward guidance

Forward guidance ist ein Werkzeug der Notenbanken, mit dem sie ihre geldpolitische Macht ausüben. Es wird hauptsächlich dafür genutzt, die Markterwartungen hinsichtlich der Zinsen von Staatsanleihen zu beeinflussen. Dies geschieht durch das einfache Verfahren der Veröffentlichung der eigenen Markterwartungen.  Der Markt verhält sich im allgemeinen so, dass er sich die Erwartungen der Notenbanken zunutze macht.

Herr Draghi hatte im Juni 2012 in seinem ersten einschlägigen Kommentar zur Zinsentscheidung der EZB auf die Anwendung dieses Instrumentes hingewiesen und wiederholt in seinen Reden bestätigt.

Jüngst entließ er ein forward guidance, das in den Medien kursierte. Reiht sich Herr Draghi nun in die Riege der zahlreichen Crash-Propheten? EZB: Scharfte Korrektur an den Finanzmärkten

Wird die EZB am kommenden Donnerstag eine Entscheidung zur Zinssenkung veröffentlichen oder davon Abstand nehmen, obwohl die Märkte darauf warten? Die Zinsen sind schon historisch niedrig und ein weiteres Absenken des Niveaus läßt befürchten, dass eine Flucht aus den Staatsanleihen einsetzen könnte, was einerseits die Aktienmärkte kurzfristig nach oben treiben könnte, andererseits die hochverschuldeten Staatswesen  enorm belasteten würde, so dass in Frage stünde, wie die Staatsanleihen, der ehemals sichere Hafen des Geldes, in Zukunft bedient werden könnten, respektive, wie die Staatswesen, trotz zunehmender Zinsbelastungen, ihren Aufgaben auch in Zukunft nachkommen könnten. Letztlich wäre ein Zusammenbruch des Finanzsystems absehbar.

Forward guidance übernimmt die Funktion eines Orakels. Nicht nur Herr Draghi erwartet, dass es seine Wirkung entfaltet.

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Es ist eine Plage!

Nichts ist schwerer in dieser Lage, als eine tägliche Prognose zu den möglichen Markterwartungen zu verfassen.

Am Freitag hatte Dax mein Kursziel, das bei 9.371 lag, um vier Punkte unterschritten, konnte sich aber oberhalb der sehr bedeutenden 9.399 Barriere stabilisieren und auch bis 22.00 Uhr dort halten.

Zyklisch könnte er die letzten Handelstage des Monats noch einmal nutzen, um in dem Bereich der bereits bekannten  Hochpunkte einen neuen Zyklus zu beginnen.

Bis zu einem neuen Allzeithoch müsste Dax ca.133Punkte täglich überwindet. Es wäre ein erreichbares Ansinnen.

Einzig der Schlusskurs, deutlich unterhalb der 50-Tagelinie, mindert das ansonsten in meinen Augen eher freundliche Chartbild.

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Das große Bild

Er will nicht fallen… so sieht es aus!

Dax hatte in den vergangenen zwei Wochen vor Ostern ein höhers Hoch und ein höheres Tief in den Chart geschrieben. Mit dem Kursverlauf am Freitag wurde das bestätigt.

Unerwartet sieht es nun wieder bullish aus!

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Angst vor der eigenen Courage?

Ein bemerkenswerter Handelstag schloss die vergangene Woche ab!

Mit 9.721 hatte Dax den Widerstandsbereich und auch das Zischenhoch aus März überwunden, und schon ging es wieder bergab.

Bis zum Handelsschluss um 22.00Uhr kannten Dax und auch die amerikanischen Indizes nur eine Richtung: nach unten.

Da wird’s dem Anleger weh ums Herz, und auch die Analysten schwitzen. Was soll man von solchen Vorgängen halten, und wie sind sie einzuschätzen?

War es die beginnende Schwäche im Euro und Herrn Draghis Warnung, dass man einen praktikablen QE-Plan ausgearbeitet habe?

War es die Vorsicht, die oft zu Beginn einer neuen Berichtsaison zu verzeichnen ist?

Die Berichtsaison für das 1.Quartal startet in der kommenden Woche ab Dienstagabend.

Oder ist es gar das programmähnliche Verständnis, das die Märkte haben?

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Was nun?

Dax war am Freitag, zum großenVerfallstermin auf dem Weg zur 20-Tagelinie, trotz außerordentlich hohem Handelsvolumens, bedauerlicherweise steckengeblieben und fiel zum Handelsschluss um 22.00 Uhr sogar an die rote Linie bis 9.289 zurück.

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Finger weg?

Das sieht doch ganz bullish aus mit dieser zweiten großen grünen Tageskerze!

marketSentiment

Hat das Panic/Euphoria Model also richtig gemessen, Amerika gibt nicht auf! Doch Vorsicht bleibt ein guter Wächter einer höchst zerbrechlichen Porzellankiste.

 

 

 

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Schwierige Zeiten voraus!

Nur wenige Indizes, weltweit, schlossen den Freitagshandel mit einer grünen Tageskerze.

Dax gehörte dazu.

181 Punkten vom Tief bis zum Hoch. Er schloss das Gap, mit dem er tief unterhalb der 9.000er Marke gestartet war. Ein bullishes Intraday Reversal, das ich in der Form nicht erwartet hatte.

Obwohl alle amerikanischen Indizes abgaben, verließ Dax den Handel um 22.00Uhr stabil  mit 9.048 Punkten. Solche Divergenzen kommen selten vor und sind erklärungbedürftig:

Einer der Gründe könnte sein, dass Dax unter der Krisenstimmung wesentlich stärker gelitten hatte als andere. Möglich ist aber auch, dass der Verfallstermins am kommenden Freitag seinen Schatten voraus warf. Vermutlich mussten etliche Optionshändler, bei Kursen deutlich unter der 9.000er Marke, zu Absicherungen greifen, was Dax gestützt haben könnte.

Eine weitere Erklärung wäre rein charttechnischer Natur. Dax wird, ob er will oder nicht, ein KleinesVerkaufssignal durch Überschnitt der 20- mit der 50-Tagelinie generieren.

Vor oder mit dem Eintreten des Signals kommt es (fast) immer zu einer Gegenreaktion, die jetzt, anders als Anfang März, wahrscheinlich nicht mehr von Erfolg gekrönt werden wird.

DAX Pro

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Auf Messers Schneide – Rivalen am Abgrund

Die Überschrift meines heutigen Letters entspricht dem deutschen Titel eines amerikanischen Filmes aus dem Jahre 1997 „The Edge“ / der Rand, die Kante, die Grenze. Es ist kein herausragender Film, aber mit Anthony Hopkins in einer der beiden Hauptrollen.

Ich erwähne dies, weil die Geschichte, die der Film erzählt, aus der Entfernung betrachtet, nicht nur die Situation der Märkte beschreibt sondern auch das, worum es sich im Kern  dreht:

Zwei Männer sind Rivalen im Kampf um die Vorherrschaft, die Liebe einer schönen Frau. Doch besondere Umstände setzten sie der Wildnis in Alaska aus, in der sie nur gemeinsam überleben können. „In der Herausforderung ihres Lebens müssen sie erkennen, dass die größten Gefahren in ihnen selbst lauern …“ so der Kommentar eines Filmkritikers.

Sie werden leicht bemerken, dass ich die beiden Männer in Herrn Obama und Herrn Putin wiedererkenne.

Die Geschichte dieses Filmes mit den politischen Hauptdarstellen werde ich Ihnen anhand der Märkte und des Geschehens seit Juni 2012 erzählen.

DAX Pro

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