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Septembersonne

Septembersonne

Es sind nur noch wenige Stunden, bis die Septembersonne das Herbstlicht ankündigt. Für viele Anleger ist dieser Monat mit Hoffnungen verbunden. Man möchte zu günstigen Kursen die beliebtesten Werte einsammeln können, wie reife Kartoffeln.  Ob der Monat das hält, was er durchschnittlich verspricht, nämlich größere Verluste erzeugen?

Einiges hatte – nicht ganz überraschend – der August schon vorweggenommen. Das Ausmaß allerdings war beunruhigend.

So wundert es nicht, dass das Sentiment Panic/Euphoria in den Panic-Modus rutscht.

marketSentiment

 

Einen Grund dafür liefern die Währungen, die volatil und überraschend durch die Fürsorge der Notenbanken hin und her getrieben werden. Damit sind Carry-Trades zu einem großen Risiko geworden. Wer soll sich jetzt noch Geld borgen, um in die Märkte zu investieren? In 2008 hatten wir erfahren, wie schnell Märkte ohne diesen Zufluss austrocknen können.

Ich kröne den alten Monat mit einem schwarzen Chart, ein Deutsche Bank Carry Trade Index.

Dass Euro so schnell steigen kann, hat den ein oder anderen Privatanleger sicherlich verwundert, war doch durch die Deutsche Bank ein Euro/Dollar-Verhälins 1:1 angekündigt worden. Die Kursmarke bei 1,17, die ich angekündigt hatte war superschnell erreicht und schon ging es rückwärts. Trotzdem bahnt sich jetzt an, dass Euro sogar zu einem Großen Kaufsignal neigen könnte und bei Erfüllung gar die 1,245 erreichbar wird.  Die Entscheidung steht unmittelbar bevor und wird vielleicht erstmal von einem Fehlsignal begleitet werden.

Bei steigendem Euro könnte auch Euro-Bund die 200-Tagelinie zurückerobern und über 157

ansteigen. Kurse über dem Kursziel 156, das ich im Juni angekündigt hatte, neigen dazu, neue Allzeithochs zu produzieren. Mein Ziel möchte ich für diesen Fall bei 164 ansiedeln.

Andersherum wäre der Weg für 146 und 143 offen.

 

Der Preis für Öl verlief ganz ungewöhlich und war negativ zu Euro korreliert. Während der letzten beiden Handelstage war er sehr stark gestiegen und hatte im Aufstieg nicht einmal eine kleine Konsolidierung vollzogen, wie ich es erwartet hatte. ‚Normalerweise‘ könnte WTI nun zunächst die Nähe der 20-Tagelinie suchen(z.Zt.ca 43 Dollar) bis diese ihre Richtung ändert und dann weiter hinaufklettern. Nach überschreiten der 45 Dollarmarke könnte der Preis dann bis an die 53 Dollargrenze steigen.

Der September wird für die FED wichtig. Am 17 des Monats soll es wieder um die Entscheidung Zinserhöhung ‚ja‘ oder ’nein‘ gehen. Dieser Termin liegt besonders ungünstig wenige Stunden vor dem Hexensabbat, dem Großen Verfallstermin am 18.September, an dem Futures und Optionen auf Indizes und Optionen auf Aktien verfallen.

Der Zinsentscheid für die Eurozone wird am kommenden Donnerstag verkündet. Herr Draghi wird zu diesem Termin eine Pressekonferenz abhalten. Ob sich diesmal die fragenden Journalisten für mehr interessieren werden als für Griechenland?

Im September erwarten wir auch die letzten starken Ausgaben von Neumond und Vollmond in diesem Jahr. Der Neumond am 13.September fällt diesmal nicht mit dem Großen Verfallstermin zusammen. Mit ihm geht aber wieder eine Sonnenfinsternis einher, die allerdings nur in Australien und Indonesien zu beobachten sein wird. Die nächste totale Sonnenfinsternis, von der Europa berührt sein wird, erwartet man im Jahr 2081; lange hin. Dafür bekommen wir zu Ende des Monats, dem 28.September, eine Totale Mondfinsternis mit einer extra starken Zugabe, dem „Supermond“, der gegen 19.30 Uhr ungewöhnlich groß am östlichen Horizont aufsteigen wird und zur totalen Verfinsterung um 3.50 Uhr nicht verschwinden, sondern kupferrot leuchten soll, wegen der Lichtbrechungen.

Oftmals kommt es zu solchen Terminen, manchmal auch auf den Tag genau, zu besonderen Spitzen im Marktgeschenen. Wenn Sie, liebe Leser, neu hier sind und sich für dieses Zusammenspiel interessieren, können Sie meine Beiträge dazu oben in der Suchleiste finden, indem Sie einfach „Neumond“ oder „Vollmond“ eingeben.

Nun ist der Langeweile genüge getan, wenden wir uns Dax und anderen wichtigen Indizes zu und versuchen wir herauszufinden, was diese im Schilde führen könnten. Ganz einfach wird die Sache nicht, deshalb hatte ich mir Mühe gegeben, Ihnen das Umfeld zu schildern.

Aufmerksamkeitslinie:

Dax schloss am Freitagabend den späten Handel um 22.00Uhr  mit 10.283 Punkten im Abwärtsmodus Die Kurse sind eingeklemmt zwischen Abwärtsflaggenbegrenzung und einer fallenden Gap-Linie.

Meine Aufmerksamkeitslinie für Montag verläuft bei 10.346 Punkten -10 Punkte über dem Tageshöchstkurs vom Freitag. Dax könnte damit zum Ausdruck bringen, dass ihm der Mut fehlt, Kurse innerhalb der Flagge zurückzuerobern. Konnte er sich am Wochenende nicht eines Besseren besinnen, wird er nachgeben müssen und vielleicht rasch das Donnerstagsgap schließen.

 

Mit der Erholung vom Zwischentief bei 9.338 Punkten hatte er die extreme Entfernung zur 200-Tagelinie  halbieren können und hätte nun 300 bis 500 Punkte Luft nach unten, um die Entfernung wieder auszudehnen, ohne in eine Extremsituation zu geraten. Sofern er nicht über 10.427 Punkten in den kommenden Handelstagen den Kassa-Schlusskurs finden wird, könnte es noch drei bis vier Tage

dauern bis auch seine 50-Tagelinie die 200-Tagelinie schneidet, wodurch er sich dann  mit Dow und S&P 500 im Einklang befände. Das fühlt sich nicht gut an.

Durchbricht er bei 10.186 Punkten erneut die Schwarze Linie, und unterbietet er infolge die 10.170er Barriere und 10.130 Punkte, liebäugelt er vielleicht auch wieder mit der Finanzkrisenüberwindungslinie bei 9.718 Punkten. Gleichviel: Schlusskurse unterhalb von 9.977 und 9.913 wären unerfreulich. Der gut unterstützte Bereich zwischen 10.186 und 9.656 scheint mir aufgeweicht zu sein.

Das drohende Große Verkaufssignal würde Dax nur aufhalten können, wenn er zügig oberhalb von 10.427 schließen könnte und seinen Gang entsprechend aufrecht fortsetzen würde. Wenigstens ließe sich die 20-Tagelinie, dann eventuell bei 10.684 Punkten, wieder berühren. Positive Überraschungen sind immer möglich.

Das Ganze sieht aber nicht sehr gut aus, denn S&P und Dow hatten schon bis zu den Barrieren aus 2014 abgegeben. S&P müsste oberhalb von 1.189 viele Widerstände überwinden, um wenigstens bis 2028,5 den Weg zu finden. Der Index mit den 500 größten, an der amerikanischen Börse notierten Unternehmen, hatte am Freitag ein großes Verkaufssignal durch Überschnitt der 50- mit der 200-Tagelinie vollendet.

Nach der jüngsten, stark volatilen Phase könnte es aber zu geringeren Bewegungen kommen, bis Frau Yellen die nervösen Anleger hinsichtlich der Politik der FED genauer informieren wird.

Natürlich dürfte China bis dahin nicht wieder überraschend abwerten. Das brächte viel Unruhe in die Märkte.

 

 

 

 

Ganz allgemein betrachtet habe ich den Eindruck, Dax wird von den großen Akteuren recht regelmäßig seziert, sodass, wenn er die Barriere bei 9.263 Punkten brechen sollte, er Kurse nicht nur bis 8.445 sondern auch bis zum Schließen des Draghi-Gaps – mit Kursen eventuell bis 6.134 – ins Auge fassen könnte.

Ich kann aus den Charts, trotz der raschen Erholung vom Zwischentief, eine Rückkehr des Bullenmarktes nicht erkennnen. obwohl ich stets lieber ‚long‘ denke als umgekehrt. Manche Anleger erhoffen sich, statt einer Zinserhöhung, ein weiteres QE durch die FED. Ich bin mir aus charttechnischer Warte nicht einmal sicher, ob das viel helfen könnte.

Vielleicht wird der September besser als sein Ruf, denn dem Präsidentschaftszyklus nach, soll es erst ab Oktober richtig abwärts gehen (blaue Linie).

Gesundheit und Wohlbefinden

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