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Auf die Schliche gekommen?

Auf die Schliche gekommen?

An der Börse ändert sich das Wetter schneller als der Hahn auf den Mist flattern kann, um zu krähen!

Nicht nur Dax lebt von Wiederholungen, auch ein Analyst erinnert sich gerne an Befunde und Erkenntnisse, die wiederholt zur Anwendung kamen.

Allgemein meint man ja, dass steigende Zinsen grundsätzlich schlecht für den Aktienmarkt seien. Der oben gezeigte Vergleich zwischen Dax und dem Future auf die deutschen Staatsanleihen (Euro Bund) widerspricht dem aber….. irgendwo muss das Geld ja bleiben.

Euro Bund versus Dax 2

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Sie erkennen, wenn Sie auf das Jahr 2007, 2011 und 2014 schauen, dass mit beginnender Konsolidierung des Marktes  Euro Bund steigt, die Zinsen fallen. Das hängt natürlich nicht am Kleinanleger sondern am „Smart Money“, dass in Konsolidierungsphasen bei jedem Anstieg Kapital aus dem Aktienmarkt zieht und in Staatsanleihen wandern lässt. In dem Moment aber, wo die Zinsen steigen oder Euro Bund konsolidiert, verlässt „Smart Money“ die viel zu teuren Anleihen und wandert nach und nach in den Aktienmarkt, wo die Preise, zunächst nur in ausgewählten Werten, beginnen nach und nach zu steigen. Erst mit richtig einsetzendem Zinsverfall kommt es zum Run auf Aktien. Das jedenfalls hat in den hier gezeigten Zeitintervallen zu den eigentliche Topbildungen geführt – logisch mit anschließender Umkehr in die dann einen guten Zins abwerfenden Staatsanleihen.

Solche Betrachtungen – auch ernst zu nehmen, was man erkennt – helfen ein wenig dabei, dem Verhalten der großen Kapitalanleger auf die Schliche zu kommen und zu prüfen, was sie vorhaben werden.

Am Freitag noch sprach ich von einer Tüte und einem Knall. Es gab keinen, aber offensichtlich hatte es ein paar Umschichtungen gegeben. Der erwähnte Bereich um 11.198 wurde per Xetra-Schlusskurs nicht wirklich gebrochen, statt dessen konnte man beobachten, welche Werte aus dem Dax für „Smart Money“ interessant zu sein scheinen. In einer Chartgalerie werde ich Sie ihnen im Blog gittaa’s Aktienanalyse zeigen, damit Sie ordentlich etwas zu beobachten haben – für den Fall, dass Sie sich entscheiden müssen oder wollen.

Tüten, die knallen können, werden in unterschiedlicher Weise im Chart gebildet. Sie haben, wenn sie funktionieren, eine hohe Aussagekraft. Also aufgepasst!

Zunächst einmal zur Frage: Wird Euro Bund fallen?

Möglich ist’s. Die Tageskerze vom Freitag ist ein negativer Hammer, dessen Gültigkeit allerdings erst noch bestätigt werden müsste. Gleichviel, mit der jetzigen Erholung könnte der Future bis zum Kopf  einer möglichen bearishen Flagge zurückgelaufen sein, was eine hinreichende Bedingung abgeben könnte, das zu folgernde Kursziel – rund 147 Euro – anzupeilen.

Kommt es so, sollte Dax nur noch ein wenig fallen –  bis 11.126 oder 11.077 – wird es mehr, könnte Euro Bund vielleicht auch steigen.

Wenn es nur ein bisschen wäre, würde Dax am Montag/Dienstag schon damit beginnen können, eine umgekehrte Tüte zu bilden. Es kann dann sehr schnell und unerwartet „bouncen“ wie die Amerikaner sagen (hier eingedeutscht).

Das sähe dann so aus:

Die Eroberung der Aufmerksamkeitslinie, die am Montag bei 11.264 notiert, würde noch nicht ausreichen, um ihn aus dem Abwärtstrend nach oben zu führen, aber eine Rückeroberung der 11.308 und ein Schlusskurs oberhalb der 11.319er Barriere könnten genügen.

Folgerichtige würden ein Unterbieten der 11.126 und der 11.077er Barriere Kurse bis 10.684 Punkten herausfordern, die vielleicht zum Großen Verfallstermin am 19. Juni infrage kommen könnten. Dort böte sich die nächste Chance für ein Bouncing. Wenn das schief geht, könnte im Anschluss eine große SKS-Formation gültig werden.

Alles wird davon abhängen, was das  smarte Geld mit den Staatsanleihen macht.

Freilich müsste das dort abgezogenen Geld nicht in Dax-Werte investiert werden. Europa ist vielleicht in Ungnade gefallen. Außerdem ist die Welt für das vagabundierende Kapital noch ein Stückchen größer geworden.

Die Börse Shanghai hatte ihre Pforten für ausländisches Kapital geöffnet. Es strömt ihr in großen Mengen zu. Sicher nicht allein die Chinesen werden darauf warten, dass die Mengen noch größer werden. Das alte Allzeithoch aus 2007 wurde überboten und das Kursziel, resultierend aus einer acht Jahre alten Formation, fast gänzlich erfüllt. Was kommt danach?

Aufmerksamkeitslinie:

Dax schloss am Freitag den späten Handel um 22.00Uhr mit 11.189 Punkten. Das sah nach Schwäche aus.

Meine Aufmerksamkeitslinie, die am Montag bei 11.264 Punkten notiert, ist von diesem Kurs fast 200 Punkte entfernt. Für einen schwachen Handel, wie wir ihn am Freitag sahen, ist sie zu weit entfernt.

Bereits in der neuen Woche könnte der Preiskampf zum Verfallstermin beginnen, was ungewöhnliche Kursbewegungen zur Folge haben könnte, sowohl nach unten wie nach oben. Vom jetzigen Stand aus beurteilt, würde ein Schlusskurs oberhalb der 11.455er Barriere die Rückeroberung der 20-Tagelinie bei 11.570 Punkten einleiten. Anschließend wäre die bekannte grüne Kursmarke 12.079 erreichbar.

Für höhere Kurse müsste es erneut zu einer deutlichen Übertreibung am Bollingerband im Monatschart kommen. Das aber wäre nicht verkehrt, denn wenn der Juni eine dritte rote Kerze hervorbringt, könnten daraus leicht drei schwarze Krähen werden….. dazu fällt mir nur Nietzsche ein: Die Krähen scherei’n. Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt…..- Wohl dem der jetzt noch – Heimat hat!

Aber selbst eine neue Übertreibung brächte Unruhe. Die Kurse wären wieder weit entfernt von der 200-Tagelinie im Daily. Gerade mal eben bewegen sie sich in einer normalen Entfernung  von 800 Punkten, was immer noch ausreichend Grund für eine Konsolidierung ergäbe. …..

……Hm, warum sollte sich Dax darum kümmern, wenn es Shanghai nicht tut?

Zu allem Überfluss ist Euro auch unentschieden. Er kann nun, wenn er unter die 1,08 gerät, bis 1,03 im Verhältnis zum Dollar fallen oder bis an die 1,21 steigen, wenn er 1,14 überwindet.

 

 

 

 

Gold nicht anders. Es hat die Wahl zwischen Kursen um 1.000 Dollar oder 1.370. Die Entscheidung könnte sehr bald schon fallen.

 

 

 

Entsprechend sollte man mit Bewegungen beim Öl rechen. Hier mein Blick auf WTI.

 

 

 

Wenn die Strukturen stimmen, die ich zugrunde lege, wird es zwischen September 2015 und Anfang Februar 2016 bis an die 22 Dollarmarke fallen können, sofern 64 Dollar nicht überwunden werden.

 

Wie man es auch nimmt, es wird wohl ein heißer Sommer werden!!!

Gesundheit und Wohlbefinden

 

Erklärung: 

„Die Three Black Crows („drei schwarze Krähen“) sind ein Candelstick Chartmuster und erhielten ihren Namen aufgrund ihres Aussehens. Die Kerzenformation wird mit drei Krähen verglichen, welche auf einem hohen Baum sitzen. Jede der Kerzen öffnet innerhalb des vorangegangenen Körpers. Der Käuferdruck ist nach der ersten schwarzen Kerze also so groß, dass das Wertpapier am nächsten Tag, innerhalb der vorangegangen Kerze eröffnet. Im Verlaufe des Tages lässt der Käuferdruck allerdings nach und die Kerze schließt unter dem Tief des Vortages…………

….. Die Three Black Crows sagen voraus, dass die Kurse weiter fallen werden. Daher auch die Bezeichnung „drei Krähen“, denn diese deuten Unheil an. Folgen drei schwarzen Krähen aufeinander, beendet dies den Aufwärtstrend. Was sich leicht anhört, unterliegt jedoch in der Realität mehreren Bedingungen. Der Schlusskurs muss unter dem Eröffnungskurs liegen und die drei Kerzen müssen einen schwarzen Körper besitzen. Das Auftreten der Three Black Crows ist zusätzlich an ein hohes Preisniveau gebunden. Dabei solle sich der Schlusskurs dicht am Tief der Kerze befinden. Ebenso wichtig ist, dass sich der Eröffnungskurs der ersten Kerze unter dem Hoch der vorherigen Kerzen befindet. Das Chartmuster der Three Black Crows tritt nicht sehr häufig auf.“ (Quelle: Finanzen.net)

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